1 Wildrückschläge zum “Ansehen und Behandeln”


  • 1 w, *ca. 01/09, albino.
  • Wildrückschläge und chronisch krank!
  • Abgabegrund: Vermittlerübernahme.


Alle Tiere dieser Gruppe kamen mit ca. 3 Monaten als “Rucksack – Fund” (Beschlagnahmung/ Abgabe) ins TH Berlin und waren ob ihrer Bissigkeit und Nicht – Farbe die ersten, die dort in den Genuss des Abspritzens (Abort der Trächtigkeit) kamen. Ihre Böckchen wurden kastriert und nach einer ganzen Weile sicherlich ruhiger und demzufolge auch irgendwann vermittelt – dieses Glück hatten die Weibchen nicht. Sie sassen geschlagene 9 Monate im TH Berlin, und fanden auch den Einzug ins Rattenforum, Thread: Langzeitinsassen (Silva).
Schwere Krankheiten samt deren Nichtbehandlung im TH verhalfen einigen zum Einzug bei unserer ReG Leitung B – Bbg. (Tierbetreuung TH Berlin), sie holte später die anderen des Rudels, sowie Platz war, nach.
Derzeit sind fast alle chronisch krank (Herz, Atemwege, ggf. Stoffwechselstörungen) und werden jetzt bei DVM Ewringmann vorgestellt. Sie werden lebenslang in Behandlung sein und diese, sowie auch die Betreuung der Tiere, ist sehr zeitintensiv.
Die Tiere verhalten sich wie Wildtiere, deshalb sind sie als Wildrückschläge anzusprechen. Jeglicher positiver Kontakt mit dem Menschen gehört wohl nicht zu ihren Erfahrungen. Attackenbeissen und Käfigdominanzbeissen haben sie gelernt, sie können in Angst oder Panik gut und hoch springen. Zum händeln ist Hand- und Hautschutz unerlässlich. Jegliches Training in Form von Greifen ect. ist nur eingeschränkt möglich, da sie durch den verursachten Stress zusätzlich ob ihrer Erkrankungen an Sauerstoffmangel leiden.
Trotzdem werden wir versuchen, so gut und positiv wie möglich den Kontakt zu den Tieren herzustellen, soweit es uns möglich ist. Allein das Handling beim Tierarzt wird sonst schon zum Problem, und eine gute Diagnostik sonst nicht möglich. Sollte sich wider Erwarten jemand berufen fühlen, diese Gruppe übernehmen zu wollen, müssen an die Vermittlung einige Bedingungen geknüpft werden:

  • Weiterbehandlung lebenslang bei DVM Ewringmann.
  • Gehege mit gutem Zugriff und gesicherter Freilauf.
  • Erfahrung und Sicherheit des Halters im Umgang mit Wildein- oder Rückschlägen.
  • Endsitzplatz. Tiere dürfen nicht nochmals weitergereicht werden.
  • Zeit und Erfahrung des Halters für intensive Medikation.
  • Liebe zu diesen Tieren und Einzeltierhandling im Training.
  • Akzeptanz der Tiere als bissig.
  • Rudel muss als solches bis zum Aussterben bestehen bleiben, keine Integrationen!
  • Halter sollte eine ruhige, sichere und konsequente Bezugsperson für die Tiere sein.
  • Geregelter Tagesablauf ohne zusätzlichen Stress für die Tiere.
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