Wanderratten und deren Mischlinge in Menschenhand.
Zusammenfassung der Problematik.
Zusammenfassend muß man sagen, daß Wilde / Wildanteilige nur Ähnlichkeiten (Verhalten, Futteraufnahme und Stoffwechsel, Habitatansprüche, Handling, ect.) mit Farbratten haben, trotzdem aber eigentlich Wildtiere sind.
Das Haltungsproblem liegt, wie bei allen Wildtieren, bei Wanderratten und deren Mischlingen in ihrem natürlichen Lebensumfeld begründet. Trotz daß sich speziell Wanderratten als euriöke Art extrem gut anpassen können – sowohl durch Mutation als auch durch Modifikation – sind sie nur an ihren eigenen Lebensraum gut angepasst, nicht aber an das Lebensumfeld von in Heimtierhaltung von Menschenhand gepflegten Farbratten.
Leider haben wir in unserer Pflegestation “Das Tierhausi” immer wieder Wilde / Wildanteilige in Pflege oder Vermittlung, ihnen ein gutes und einigermaßen artgerechtes Leben zu bieten ist sehr schwer bis unmöglich! Die meisten Notfälle mit Wanderratten und deren Mischlingen ließen sich von vornherein vermeiden, wenn keine bewußte und unsinnige Vermehrung stattfinden würde, wenn die Menschen auf ihre Haustiere acht geben und sie nicht aussetzen würden und wenn falsch verstandene Tierliebe nicht immer wieder zu Verschleppung von Tieren führen würde, sei es nun bei Igeln, Eichhörnchen, Vögeln oder auch Wanderratten.
Um für die Zukunft einigen Wildtieren das Leid, unnötig in Gefangenschaft leben zu müssen, zu ersparen, hoffe ich, einiges zur Aufklärung mit beigetragen zu haben. Vielleicht hält es einige Menschen davon ab, eine freiheitsliebende, sehr soziale und interessante Art hinter Gitter zu sperren und sie bis zu ihrem Tod den Qualen der Frustration, Langeweile und sozialen Abgeschnittenheit preiszugeben – für die Ratten bedeutet es einen immensen Streß, der zusätzlich zu erhöhter Anfälligkeit führen kann und damit jegliche Form von “artgerechter” Haltung wie bei allen Wildtieren ad absurdum führt.
Geschrieben unter: Wildratten






