Wie aus einer Wohnung ein Tierhausi wird


Am Anfang war die Ratte…
… und am Ende war bald ich!
WAS aber auch alles im Schredder der kleinen Nagezähne landete, damals, vor fast 13 Jahren… es begann ganz harmlos mit dem Gemüse im Gemüseregal *och süüüß*, dann mit dem Regal *grmpf* – weitete sich aus auf Bett und Bettkasten *naja, war eh schon alt*, kam auch am Schamott meines Ofens nicht vorbei *heizen gestrichen, Ratte pennt* und gipfelte in den Kalt- und Warmwasserzuleitungen meiner Dusche *Maß voll – Ratte rennt*…

Also begann ich fluchend mein Werk. Kabelkanäle, Metallhülsen, Glasscheiben, Gitter und Teppichboden in allen Ritzen – aus einer Einraumwohnung wurde eine Festung und mangels Platz später eine 2 – Raumwohnung. Mein Männe kam und hantiert auch gern handwerklich mit mehr oder minder großem Erfolg *g* – dann jetzt das Hausi. Wir beschlossen, wir machen von Anfang an alles richtig *bg* und bauen ein Zimmer für die Tiere. Hätten wir mal lieber ein Zimmer für uns gebaut *noch breiter g*…
Alle Kabel liegen jetzt unter Putz, alle Steckdosen sind mit Kindersicherungen versehen. Mein geliebter Dschungel erfreut sich jetzt bester Gesundheit in Mutterns Wintergarten *schnüff* und wir haben uns von so sinnlosen Dingen wie Kommode, Wäscheschrank, Bett ect. getrennt *g*. Eigentlich leben wir als zweibeinige Gäste in einer Ratten – WG, alles ist rattengerecht eingerichtet und es fehlt nur noch die Schlüsselübergabe…
Im Ratzenzimmer und im Wohnzimmer gibt es einen großen, extra für kleine Zähne gebauten Spielplatz, er besteht im Rattenzimmer aus einem ausrangierten Gestell vom Frisörladen („Ratzenbaum“) und mehreren Regalen mit Kletter- und Spielmöglichkeiten. Da sind bspw. der (K)“Ratzenkorb“ mit Raschelpapier, Seile und Strickleitern, Holz- und Plastikhäuschen, Eck- und Dachtoiletten, Rutschen und Rampen, Hängematten und Nester… In alle Ebenen gibt es einen bequemen (für die Alten) und mehrere schwierigere Wege (Training, junge Tiere), alles ist gut zu reinigen und überall kommt man gut ran (kranke Tiere). Alles hat uns recht wenig Geld gekostet, das meiste findet sich im Sperrmüll (vorher desinfizieren!) – zusammen mit ein paar rostfreien Schrauben und ein paar Ideen ergibt das eine ganz brauchbare Mischung *g*!
Erwähnenswert ist vielleicht das „Ratzbad“ – eine flache Babybadewanne mit gewaschenen Kieseln und einer Ferplast – Rampe (Absicherung) kann auch mal mit Leckerchen bestückt werden, damit es mehr Spaß macht. Im Winter und im heißen Sommer dient es außerdem, vor der Heizung platziert, als Luftbefeuchter und hilft damit gegen Atemwegsreizungen ect.
Die „Erlebniskisten“ – sind durchsichtige Kisten aus Plastik mit Deckel (damit Streu und Ratz nicht rausfallen), man schneidet oben ein genügend großes Loch für die Ratte, und mehrere Atemlöcher hinein. Befüllen kann man die Kisten mit verschiedenen Materialien aus der Natur – bspw. Hölzer, Grünschnitte, Moos, Laub, Heu (! Allergien), Erden oder Materialien wie Fellreste (zerreißen meine Nasen gern), Stoffreste, alte Socken usw. Es fällt durch die Konstruktion so gut wie nichts raus und die Tiere nehmen es gern an, außerdem sieht man immer, wo sie sich „versteckt“ glauben!

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