Die „Hüstarie mit der Hügenie“


(Beitrag im “Rattgeber” Nr.66 2005)

Wie’s ja nun kein Geheimnis bleiben soll – ich hatte hier in meiner Pflegestation erst vor ca. einem Monat eine Bestandsinfektion mit dem Parasiten „Tropische Rattenmilbe“. Darauf will ich hier nicht näher eingehen, nachzulesen sind alle Daten und der Verlauf im Rattenforum.
Aber da es hier um Hygiene gehen soll… ich bin sicher kein Putzteufel (auch wenn beruflich ab und zu *g*) – aber auch kein „Schmuddelchen“, diese Milbe wurde mir leider durch einen Zweibeiner eingetragen!
Wenn ein Notfalltier hier Einzug hält, wird es, sofern möglich, erstmal mit Frontline o.ä. behandelt, bzw. separat in Quarantäne gehalten. Da mein Eigenbestand an Tieren normalerweise recht hoch ist und je nach Anzahl der Vermittlungstiere variiert muss ich solche Maßnahmen ergreifen, um Bestandsinfektionen vorzubeugen. Leider treten aber auch vermehrt Parasiten und Keime auf, die ebenso durch Menschen übertragen werden können, weshalb ab dato auch jeder, der den Tierbereich betreten möchte, ebenso sich desinfizieren lassen muss. Es klingt vielleicht übertrieben, aber wer einmal eine komplette Bestandsinfektion hatte wird mir sicher zustimmen, dass der Stress für die Tiere und den Halter unzumutbar ist. Dazu kommt, dass in einem solchen Fall die Vermittlung und Aufnahme der Tiere eingestellt werden muss, um die Keime an ihrer Verbreitung zu hindern.
So, nun zum alltäglichen, der Käfigreinigung. Die größeren Standardvolieren werden einmal die Woche gereinigt, kleine Käfige (bspw. Krankenkäfige) entsprechend aller 2 – 3 Tage. Die Einstreu wird nicht immer kpl. ausgetauscht, da sie meistens noch nicht „verbraucht“ ist, oft tausche ich nur die „Pieselecken“ und die Ecktoilettenfüllungen aus. Als Eintreu für die Klos bietet sich „Winston – Öko“ Katzenstreu von Rossmann an, sie ist zu 100% aus recyceltem Altpapier, sehr saugfähig und bindet sehr gut Gerüche. Außerdem ist sie staubfrei und am preiswertesten von allen evtl. in Frage kommenden. Allerdings für Katzenklos ist sie weniger geeignet *g*. Die Käfigeinstreu will ich meinen Tieren zum buddeln und verwühlen schon anbieten, leider findet sich oft kaum etwas geeignetes. Momentan mische ich staubfreie feine Holzspäne mit Hanfeinstreu (bspw. von Hansemanns Team). Sollte man als Pferdestreu kaufen, ist dann im Großpack günstiger und schont die Allergie von Tier und Mensch. Dazu kann man zur Abwechslung einige Überstreus anbieten, von Vitakraft gibt es vieles zur Auswahl. Am wohlsten fühlen sich meine Tiere in „Kuschelbett“ (kann man auch selbst mischen). Falls man Äste o.ä. aus der Natur holen möchte, sollte man schauen, dass man sie aus einem ökologisch unbelastetem Gebiet entnimmt und sie vor Gebrauch ausbacken bzw. desinfizieren (bspw. mit Bactazol – Spray).

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