Gehegegrösse und Co.


Das Vorstellungsvermögen…

Letztlich ist auch das ein gutes Beispiel bei der Einrichtung, und für alle vorstellbar, jung bis alt, Rattenhalter oder auch nicht…
…man nehme seine eigene Wohnung. Da haben wir ein Wohnzimmer, ein Schlafzimmer, ein Bad mit Klo, eine Futterküche und einen Eingangsbereich, wo man gut rein und raus kann, auch mit seinen „Einkäufen“. Sollten wir nicht gerade Körnchenverdiener sein, halten wir uns doch zumindest in der eigenen Wohnung am häufigsten in unserem Leben auf im Vergleich zu anderen Orten – analog der Ratten, diese sind sogar 90% der Zeit ihres Lebens – wieder im Normalfall – im Gehege. Auch die Attraktivität der Örtlichkeiten ist ähnlich zu bewerten – würdet ihr euer Bad betreten für die Geschäftlichkeit, wenn es dort kein Klo gäbe? oder die Futterküche, ohne Aussicht auf was Essbares? Oder nachts das Schlafzimmer, ohne Bett?
Im Prinzip ist auch der „Rauminhalt“ (Volumen) für eine bestimmte Anzahl von Menschen in einer Wohnung vergleichbar mit dem Innenraumvolumen vom Rattengehege für eine Anzahl Ratten, nur dort über mehrere Etagen verteilt. Diesen Vergleich kann man weiterspinnen, das merkt sich jeder!
Weiterhin zu bedenken ist die Grösse des Rattenheims (Lauffläche, Einrichtung, Höhe) in bezug auf zunehmende Gruppenstärke. Die Gehegegrösse wächst nicht linear zur Tierzahl, der „Platzbedarf“ pro Tier bleibt bei zunehmender Gruppengrösse nicht konstant, sondern sinkt ab. Um wieviel ist abhängig von den Individuen bzw. deren Gruppendynamik (gemeinsames Schlafen, unterschiedliche Nutzung verschiedener Bereiche, Separierung und Revierbildung ect.), daher individuell verschieden. Alle Tiere einer Gruppe haben die selbe Lauffläche, Einrichtung und Höhe zur Verfügung, mein persönlicher Richtwert sind hier die Putzintervalle bzw. die Toilettenreinigung. Im Normalfall, und wahrscheinlich auch bei den meisten Haltern, werden die Gehege 1 x die Woche komplett gereinigt, ein Gehege sollte also derart gross sein, das es die Woche „gut übersteht“ ohne das da was riecht oder siepert. Ausgenommen hier die üblichen „Pinkelhäuschen“ oder Kloecken, die man, wenn „reif“, auch durchaus zwischendrin mal reinigen sollte. Das sind dann meist hoch frequentierte Orte wo es sich konzentriert, dafür bleiben andere Plätze weitestgehend sauber – denn Otto – Normalratte hat pro Woche auch nur ein bestimmtes Tröpfchen- und Köttelvolumen.

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Geschrieben unter: Tierhaltung

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